Was zeichnet einen guten Joggingschuh aus?
Um den Überblick über das umfangreiche Angebot an Joggingschuhen etwas zu erleichtern, werden diese in verschiedene Kategorien eingeteilt. Stabilitätsschuhe, Bewegungskontrollschuhe, Dämpfungsschuhe und Lightweight-Trainer sind die gebräuchlichsten davon.
Die einzelnen Bestandteile des Schuhs und dessen Materialien ergeben in ihrer Ausführung und Kombination die Eigenschaften, die eine Zuordnung zu den Kategorien erlauben.
Entscheidend für die Passform eines Joggingschuhs ist der Leisten. Er sollte der Form des menschlichen Fußes in seinen wichtigsten Abmessungen entsprechen. Die Leistenform ergibt im Zusammenspiel mit der flexiblen, leicht gekrümmten Außensohle die Leistenbiegung.
Die Außensohle selbst muss neben einer hohen Flexibilität besonders im Ballen- und Fersenbereich hohe Belastungen aushalten. Um dies zu sichern, sind beide Bereiche oft durch eine Flexkerbe von der Außensohle getrennt. Außerdem muss sie auf unterschiedlichem Untergrund dem Jogger ein sicheres Laufgefühl vermitteln.
Über der Außensohle liegt als Gerüst des Schuhs die aus Kunststoffschaum bestehende Mittelsohle. Sie enthält die den Laufkomfort bestimmenden Stabilitäts- und Dämpfungselemente.
Deren Gestaltungung und Ausmaß im Joggingschuh sollten unbedingt zum Stil und Gewicht des Läufers passen.
Das Material des Schaftes, der den Fuß umschließt, schützt und stabilisiert, muss einerseits genügend Flexibilität aufweisen, um die Abrollbewegung zu unterstützen und andererseits genügend Widerstand vor den auf dem Laufweg liegenden Gegenständen bieten. Da es außerdem die Atmungsaktivität bestimmt, wird dafür meist mehr oder weniger grobkörniges Mesh-Material verwendet. Aber auch Kunstleder und andere synthetische Materialien kommen zum Einsatz.
Damit der Schaft zwar fest aber ohne störenden Druck den Fuß umschließt, kommt einer richtigen Schnürung des Schuhs und selbst der Form der Schnürsenkel eine entscheidende Bedeutung zu.
Eine an der Mittelsohle befestigte, aus Nylon oder PVC bestehende Fersenschale sorgt für den richtigen Sitz der Ferse und sichert damit eine gute Kraftübertragung.
Schließlich dient die auf der Mittelsohle befestigte Einlegesohle dem Tragekomfort und verleiht dem Fuß weitere Stabilität.
All diese, die Eigenschaften eines Joggingschuhs bestimmenden Elemente, sollten im Idealfall exakt den Anforderungen des künftigen Trägers entsprechen. Dazu müssen die Schuhe auch dessen Fußtyp entsprechen. Nur etwa ein Viertel der Menschen verfügt über einen Normalfuß. Senk- und Hohlfuß sind ähnlich verbreitet.
Eine gewisse Sonderstellung nimmt dabei die Pronation des Fußes ein. Sie beschreibt eine definierte Bewegung des Fußes. So wird einem nach innen kippen des Fußes beim Laufen mit einer sogenannten Pronationsstütze aus sehr stabilem Material an der Innenseite des Schuhs entgegengewirkt.
Und vor der endgültigen Kaufentscheidung unbedingt daran denken: Nur in einem bequemen Joggingschuh macht das Ausüben einer der gesündesten Freizeitsportarten auch richtig Spaß!